Hallo zusammen,
ich möchte das Thema Stellwerke noch einmal ausführlicher und differenzierter zur Diskussion stellen, da ich in den vergangenen Wochen einige Beobachtungen gemacht habe, die aus meiner Sicht erhebliches Verbesserungspotenzial aufzeigen.
In den letzten Tagen und Wochen habe ich mir gezielt die im System vorhandenen Stellwerke näher angesehen und dabei einen systematischen Vergleich mit realen Vorbildern vorgenommen. Das Ergebnis ist leider ernüchternd: Ein sehr großer Teil der dargestellten Stellwerke entspricht in wesentlichen Punkten nicht der tatsächlichen Realität. Dabei geht es nicht nur um kleinere Abweichungen oder vereinfachte Darstellungen, sondern teilweise um grundlegende Unterschiede in Aufbau, Funktionalität und Bedienlogik.
Bereits im November letzten Jahres hatte ich hierzu Kontakt mit einem verantwortlichen Teammitglied aufgenommen, das an der Konzeption eines entsprechenden Stellwerks beteiligt war. In diesem Austausch wurde mir mitgeteilt, dass die Stellwerke bewusst so gestaltet werden, dass Nutzer „etwas drücken können“, also primär auf Interaktion und Spielbarkeit ausgelegt sind – nicht auf realitätsnahe Abbildung.
Grundsätzlich ist ein gewisser Grad an Vereinfachung in einem solchen System nachvollziehbar und in vielen Fällen auch notwendig. Dennoch sehe ich hier ein zentrales Problem: Den Nutzern wird aktuell der Eindruck vermittelt, es handele sich um realitätsnahe oder sogar realistische Darstellungen, obwohl dies faktisch nicht zutrifft. Gerade für interessierte Nutzer oder solche mit fachlichem Hintergrund kann dies zu einem falschen Verständnis der tatsächlichen Abläufe im Eisenbahnbetrieb führen.
Aus meiner Sicht gibt es hier zwei sinnvolle und faire Lösungsansätze:
1. Klare Transparenz:
Die bestehenden Stellwerke werden deutlich und unmissverständlich als vereinfachte oder fiktive Darstellungen gekennzeichnet. Dadurch wird vermieden, dass Nutzer diese als realitätsgetreu interpretieren.
2. Erhöhung der Realitätsnähe:
Alternativ (oder ergänzend) könnte man mittelfristig daran arbeiten, die Stellwerke stärker an reale Vorbilder anzulehnen – sowohl in der Struktur als auch in der Bedienlogik. Dies würde nicht nur die Qualität des Systems deutlich steigern, sondern auch den Lern- und Simulationswert erheblich erhöhen.
Ich bin mir bewusst, dass eine vollständige Realitätsabbildung mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Dennoch sollte zumindest das Ziel sein, entweder Transparenz zu schaffen oder die Umsetzung schrittweise zu verbessern.
Mich würde interessieren, wie andere das Thema sehen – insbesondere auch diejenigen mit praktischer Erfahrung im Bereich Stellwerke oder Eisenbahnbetrieb.
Viele Grüße
Ungenauigkeit von Stellwerken
Moderatoren: Stellwerk-Admin, Moderatoren
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
Was sind denn konkrete Ungenauigkeiten oder Abweichungen, die du meinst? Ohne die zu kennen lässt sich das ganze nur schlecht diskutieren...
Aktuelle Projekte: Fahrplanwechsel Sachsen (Um-/Neubau Knoten Leipzig // Zugbau Leipzig - Zeitz, Güterring Leipzig)
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
Ich zitiere von der Infoseite (https://www.stellwerksim.de/info.php):
Das Design der Stellwerke orientiert sich häufig an den realen Gegebenheiten. Verschiedene Faktoren machen es aber immer nötig, von diesen Gegebenheiten abzuweichen. In dieser Stellwerksimulation steht u. a. der gemeinsame Spielspaß im Vordergrund und es werden grundlegende Zusammenhänge der Eisenbahntechnik dargestellt. Aus diesen Gründen ist dieses Angebot keine Lernsoftware für das Steuern realer Stellwerke.
R-Admin Thüringen
Erbauer in der Region Baden-Württemberg und Großbritannien
Erbauer in der Region Baden-Württemberg und Großbritannien
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
Ich wüsste nicht, was es da zu diskutieren gibt. Ich bin selbst langjähriger Eisenbahner im ausführenden Betriebsdienst und ebenso langjähriger Nutzer von STS.
Jeder, der die Angebote dieser Seite nutzt und über ein wenig Intelligenz verfügt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um ein Angebot handelt, Stellwerksbetrieb zu simulieren, OHNE dem Anspruch gerecht zu werden, dies 100% realitätsnah zu gewährleisten. Und darum geht es hier auch nicht - es geht darum, ein gemeinsames Hobby umsetzen zu können. Miteinander spielerisch zu "arbeiten", vielleicht Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Es gibt hier kein zentrales Problem und es sind auch keine Lösungsansätze erforderlich. Kein interessierter Nutzer und schon gar kein Nutzer mit fachlichem Hintergrund wird davon ausgehen, dass es hier in der Simulation so zugeht wie im echten Alltag an und auf den Schienen. Und für die anderen wenigen User wäre mein Vorschlag, ein großes Warnschild auf die Startseite zu installieren: REALITÄTSFAKTOR ENTSPRICHT NICHT 100%.
Aus meiner Sicht, werter JKEMPF: Entweder akzeptierst du die Simulation hier so, wie sie ist. Oder du suchst dir eine Alternative, in der es nicht um Spaß und Zusammengehörigkeit geht, sondern einzig allein um Realität.
Jeder, der die Angebote dieser Seite nutzt und über ein wenig Intelligenz verfügt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um ein Angebot handelt, Stellwerksbetrieb zu simulieren, OHNE dem Anspruch gerecht zu werden, dies 100% realitätsnah zu gewährleisten. Und darum geht es hier auch nicht - es geht darum, ein gemeinsames Hobby umsetzen zu können. Miteinander spielerisch zu "arbeiten", vielleicht Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Es gibt hier kein zentrales Problem und es sind auch keine Lösungsansätze erforderlich. Kein interessierter Nutzer und schon gar kein Nutzer mit fachlichem Hintergrund wird davon ausgehen, dass es hier in der Simulation so zugeht wie im echten Alltag an und auf den Schienen. Und für die anderen wenigen User wäre mein Vorschlag, ein großes Warnschild auf die Startseite zu installieren: REALITÄTSFAKTOR ENTSPRICHT NICHT 100%.
Aus meiner Sicht, werter JKEMPF: Entweder akzeptierst du die Simulation hier so, wie sie ist. Oder du suchst dir eine Alternative, in der es nicht um Spaß und Zusammengehörigkeit geht, sondern einzig allein um Realität.
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
Dem ist nichts hinzuzufügen außer vielleicht einer klitzekleinen Anmerkung:Flowie hat geschrieben: Di Apr 07, 2026 2:22 pm Ich wüsste nicht, was es da zu diskutieren gibt. Ich bin selbst langjähriger Eisenbahner im ausführenden Betriebsdienst und ebenso langjähriger Nutzer von STS.
Jeder, der die Angebote dieser Seite nutzt und über ein wenig Intelligenz verfügt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um ein Angebot handelt, Stellwerksbetrieb zu simulieren, OHNE dem Anspruch gerecht zu werden, dies 100% realitätsnah zu gewährleisten. Und darum geht es hier auch nicht - es geht darum, ein gemeinsames Hobby umsetzen zu können. Miteinander spielerisch zu "arbeiten", vielleicht Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Es gibt hier kein zentrales Problem und es sind auch keine Lösungsansätze erforderlich. Kein interessierter Nutzer und schon gar kein Nutzer mit fachlichem Hintergrund wird davon ausgehen, dass es hier in der Simulation so zugeht wie im echten Alltag an und auf den Schienen. Und für die anderen wenigen User wäre mein Vorschlag, ein großes Warnschild auf die Startseite zu installieren: REALITÄTSFAKTOR ENTSPRICHT NICHT 100%.
Aus meiner Sicht, werter JKEMPF: Entweder akzeptierst du die Simulation hier so, wie sie ist. Oder du suchst dir eine Alternative, in der es nicht um Spaß und Zusammengehörigkeit geht, sondern einzig allein um Realität.
Dieses Angebot ist kostenlos - realistische Stellwerksimulationen kosten Euronen!
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Buxtehuder
- Beiträge: 27
- Registriert: Fr Jun 25, 2010 4:07 pm
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
stellwerksim.de ist KEIN!!! Lern- bzw Ausbildungsprogram, es ist ein Spiel rein zur Unterhaltung. Genauso wie die ganzen Eisenbahnsimulationen, so realistisch sie auch ausgearbeitet sein mögen, den Nutzer nicht zum Lokführer qualifizieren...Dies würde nicht nur die Qualität des Systems deutlich steigern, sondern auch den Lern- und Simulationswert erheblich erhöhen.
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
... zumindest, wenn man Zusi 3 Professional außer Acht lässt (welches man ohnehin nicht für den Heimgebrauch bekommt, sondern nur als EVU oder Ausbildungsunternehmen/-institutionen). Selbst Prüfungsfahrten werden damit gemacht, weil man Störungen gezielt simulieren kann, ohne den restlichen Verkehr zu beeinträchtigen (gerade auf Strecken wie Hamburg - Hannover würde man sich sonst viel "Freunde" machen, wenn der Prüfer z.B. das Verhalten bei einem LZB-Ausfall sehen will).Buxtehuder hat geschrieben: Mi Apr 08, 2026 10:25 amGenauso wie die ganzen Eisenbahnsimulationen, so realistisch sie auch ausgearbeitet sein mögen, den Nutzer nicht zum Lokführer qualifizieren...
Und realistisch (für den Heimgebrauch) ist im deutschsprachigem Raum ohnehin nur Zusi 3 Hobby (logisch, ist ein "Abfallprodukt" der Ausbildungssoftware), der Rest ist zum Großteil eher Simcade oder gar Arcade (Train Sim World als Beispiel strotzt nur so von Fehlern, da sind bei HP0 + Sh1 gerne die 2000er und 500er PZB-Magnete aus und nicht selten wird auf Hp2 (gerade bei Zwischensignalen) rangiert, vom Spitze besetzen beim Schieben mal ganz zu schweigen).
Re: Ungenauigkeit von Stellwerken
Eine realistische Simulation wäre mit unverhältnismässig hohem Aufwand verbunden. Sollen tatsächlich alle Typen von elektronischen Stellwerktypen und Drucktastenstellwerke der DB InfraGo umgesetzt werden? Und was machen wir mit mechanischen bzw. elektromechanischen Stellwerken? Raus werfen und so vielleicht sogar Lücken in die Strecken reissen?
Und damit wäre dann nur Deutschland abgedeckt! Den gleichen Aufwand sollen wir dann noch für alle anderen Länder hier in der Simulation treiben? Oder sollen die in eigene Projekte ausgelagert werden, womit aber das internationale Spielen auch wegfallen würde.
Apropos: Spielen ist das richtige Stichwort! Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist das eine Simulation zum Spielen, keine professionelle, wenn möglich sogar zu Ausbildungs- und Trainingszwecken verwendbare Anwendung. Ausserdem geschieht alles hier, von der Programmierung bis zur Erstellung der Inhalte, auf rein freiwilliger Basis. Viele Menschen opfern hier zig Stunden ihrer kostbaren Freizeit damit die Spieler in derselben eine schöne Zeit haben könnt. Wir sind wahrhaftig "free to play", ganz ohne kommerzielle Hintergedanken. Sowas wie Abomodelle oder gar "pay to win" (Wobei, gewinnen kann man ja eigentlich gar nicht, es ist ja kein kompetitives Spiel, ganz im Gegenteil!) waren und sind auch, zumindest momentan, kein Thema. Spenden zur Deckung der laufenden Unkosten (vor allem der Betrieb des Servers) sind natürlich jederzeit sehr willkommen!
Und damit wäre dann nur Deutschland abgedeckt! Den gleichen Aufwand sollen wir dann noch für alle anderen Länder hier in der Simulation treiben? Oder sollen die in eigene Projekte ausgelagert werden, womit aber das internationale Spielen auch wegfallen würde.
Apropos: Spielen ist das richtige Stichwort! Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist das eine Simulation zum Spielen, keine professionelle, wenn möglich sogar zu Ausbildungs- und Trainingszwecken verwendbare Anwendung. Ausserdem geschieht alles hier, von der Programmierung bis zur Erstellung der Inhalte, auf rein freiwilliger Basis. Viele Menschen opfern hier zig Stunden ihrer kostbaren Freizeit damit die Spieler in derselben eine schöne Zeit haben könnt. Wir sind wahrhaftig "free to play", ganz ohne kommerzielle Hintergedanken. Sowas wie Abomodelle oder gar "pay to win" (Wobei, gewinnen kann man ja eigentlich gar nicht, es ist ja kein kompetitives Spiel, ganz im Gegenteil!) waren und sind auch, zumindest momentan, kein Thema. Spenden zur Deckung der laufenden Unkosten (vor allem der Betrieb des Servers) sind natürlich jederzeit sehr willkommen!

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